Brot im Ayurveda

Der Ayurveda kennt Brot so wie wir es essen nicht.

Meistens werden unsere Brote mit Weizen gemacht. Der ist laut Ayurveda grundsätzlich nicht schlecht aber er vermehrt wegen des süßen Geschmacks Kapha. Menschen mit einem Überschuss an Pitta sollten keine Sauerteig-Brote essen, denn der Sauerteig kann zu Sodbrennen führen und Roggen wirkt erhitzend. Menschen mit einem Vata Überschuss sollten auf Brote mit Hefe verzichten, diese können Vata stören und zu Blähungen führen.

Falls jemand von euch jetzt auf die Idee kommt das er sich was Gesundes tut mit Vollkornbrot, den muss ich enttäuschen: gerade Vollkornbrot ist für die Meisten von uns am schwersten zu verdauen und kann dadurch zu gesundheitlichen Störungen führen.

Fladenbrote wie Chapati sind weder aus Sauerteig noch mit Triebmittel (z.B. Hefe) gemacht. Außerdem werden sie frisch zubereitet und sind gut verträglich. Durch die Beigabe verschiedener Gewürze kann die Verträglichkeit noch erhöht werden.

Wie immer im Ayurveda kommt es auf die unterschiedlichen Zutaten und Qualitäten an, aber auch darauf wann es gegessen wird.

Mittags wenn die Verdauungskraft / Agni am größten ist, bereitet uns die Verdauung von Brot weniger Probleme. Grundsätzlich gilt auch hier: „wenn du es gut verdauen kannst, iss es“. Trotzdem wird gerade bei uns in Deutschland Brot eher morgens oder abends gegessen, vielleicht sollten wir das doch mal überdenken. Wer dennoch weiter sein Brot essen möchte sollte zumindest den Belag anpassen. Typisch ist vor allem abends das viele Käse oder Wurst auf dem Brot haben. Besser wäre aber ein pflanzlicher Aufstrich oder ungesüßte Fruchtaufstriche.

Wer gar nicht, also absolut nicht auf sein Brot verzichten kann, der sollte bedenken: je weniger verändert es ist, umso besser. Also bevor man zum Toast greift ist es besser ein selbstgebackenes Brot aus Bioprodukten zu essen.

Mir fällt es manchmal auch schwer auf Brot zu verzichten, vor allem wenn es richtig frisch ist und gerade aus dem Backofen kommt fällt es mir schwer zu widerstehen. Trotzdem habe ich meinen Brotkonsum fast komplett zurückgefahren und festgestellt das es mir einfach besser geht damit. Fettige Brotbeläge mit Butter und Wurst gibt es schon lange nicht mehr. Stattdessen kommt eher selbstgemachte Marmelade darauf. Außerdem versuche ich immer mal wieder Brotalternativen zu finden die besser bekömmlich sind, bei mir ist es z.B. Brot mit Weinstein-Backpulver. (Weinsteinbackpulver enthält kein künstlich zugesetztes Phosphat, sondern natürliche Weinsteinsäure als Säuerungsmittel). Laut Ayurveda auch nicht optimal, aber besser als Hefe. Oder ich suche mir Alternativen komplett ohne Triebmittel wie das Chapati oder das Bananenbrot das sich wunderbar fürs Frühstück eignet.

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