Honig und Kurkuma

Honig und Kurkuma im Ayurveda

Honig ist im Ayurveda ein eher umstrittenes Nahrungsmittel. Einerseits wird die gesundheitsfördernde Wirkung erkannt, andererseits weiß man aber um die negativen Auswirkungen bei falschem Umgang mit Honig was z.B. zu Amabildung führen kann.

Im Ayurveda gilt der Honig als natürliches Süßungsmittel. Außerdem harmonisiert er alle Doshas. Er regt das Verdauungssystem an und hat eine fettverbrennende Wirkung. Menschen, die viel Stress haben und Gewicht reduzieren wollen, sollten täglich eine Portion Honig essen.

Honig wird als Trägersubstanz für ayurvedische Mittel verwendet und kann auch wunderbar als Verstärker für die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden.

Wenn wir Honig essen, sollten wir den heimischen bevorzugen, da im Ayurveda Wert auf regionale Nahrungsmittel gelegt wird. Helle, milde Honigsorten harmonisieren vor allem Pitta und Vata. Dunkle, kräftige Sorten gleichen am meisten Kapha aus. Dieser Honig ist auch besonders verdaulich und bekömmlich. Außerdem empfiehlt der Ayurveda den Honig mindestens 1 Jahr an einem dunklen Ort zu lagern, dadurch wird er bekömmlicher. Je älter der Honig ist, umso mehr kristallisiert die enzymatische Zusammensetzung und er wirkt mehr Kapha reduzierend und fettverbrennend. „Jungen“ Honig empfiehlt der Ayurveda, wenn er in der täglichen Ernährung als aufbauender Energiespender verwendet werden soll.

Achtung: über 40°C erhitzter Honig verliert seine wertvollen Enzyme. Außerdem macht Hitze den Honig laut Ayurveda zu Gift! Dadurch entsteht Ama. Honig sollte deshalb nicht zum Kochen oder Backen verwendet werden und der Tee sollte erst auf Trinktemperatur abgekühlt sein, bevor der Honig dazu kommt.

Auch beim Honig spielen die im Ayurveda ungünstigen Nahrungsmittelkombinationen eine Rolle. Z.B. sollten Ghee und Honig auf keinen Fall 1:1 gemischt werden. Wenn eines in der Mischung überwiegt ist der Verzehr unbedenklich.
 
Hier habe ich dir drei Rezepte, den Honig einzusetzen:
– Zur Gewichtsreduktion: Dunkler, älterer Tannenhonig am Morgen mit Pippali und warmem Wasser genießen.
– Stressreduktion und Stärkung des Immunsystems: morgens warme Milch mit Honig und z.B. Ashwaghanda.
– Bei Husten: Morgens und Abends einen Teelöffel Honig mit einer Prise schwarzem langem Pfeffer (Pippali) einnehmen und langsam im Mund zergehen lassen.
 

Honig und Kurkuma:

 
Honig mit Kurkuma gilt als eines der stärksten Antibiotika. Honig soll wirksam Infektionen bekämpfen. Laut einer Studie zerstörte Honig alle Bakterien oder Krankheitserreger, auf die er getestet wurde.

Kurkuma ist ein wahres Wunder mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Die Curcuminoide sollen starke entzündungshemmende, heilende, antiseptische, antibakterielle Eigenschaften haben.

Die Kombination von Honig und Kurkuma, soll das stärkste und vor allem natürlichste Antibiotikum sein, welches wir verwenden können. Schon seit ewiger Zeit wird diese Kombi im Ayurveda verwendet. Wie oben geschrieben kann Honig als Trägersubstanz für ayurvedische Arzneimittel verwendet werden. Wenn dann auch noch Kurkuma mit dabei ist, soll die Produktion und Funktion der Immunzellen stimuliert werden und die Immunität gegen Krankheiten verbessert werden.
 
Tipp: Kurkuma sollte nach Möglichkeit mit schwarzem langem Pfeffer (Pippali) eingenommen werden, da das Piperin des schwarzen Pfeffers die Absorption des Curcumin im Körper sehr stark verbessert.
 
Hier habe ich dir nochmal ein Rezept:
1 TL Kurkuma und ¼ Tasse roher Honig und eine Prise schwarzer langer Pfeffer
Alles gut vermischen, umrühren und abgedeckt bei Raumtemperatur lagern. Vor jedem Gebrauch umrühren. Z.B. kann man zur Bekämpfung von Grippe oder Erkältung mehrmals täglich einen halben Teelöffel davon nehmen.

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