Ungünstige Nahrungsmittelkombinationen im Ayurveda

Ungünstige Nahrungsmittelkombinationen im Ayurveda

Nahrung ist eine der wichtigsten Säulen im Ayurveda. Unsere Ernährung entscheidet mit darüber ob wir gesund sind oder nicht. Mehr dazu kannst du übrigens in meinem Blogbeitrag „Nahrung als Medizin“ lesen.

Durch verschiedene Nahrungsmittelkombinationen kommt es jedoch zu Wechselwirkungen. Diese sind oft schwierig einzuschätzen, deshalb wurden im Ayurveda dazu Regeln überliefert, an die man sich halten sollte. Es kann sein das die Nahrungsmittel unterschiedliche Verweildauer im Magen haben, sich so gegenseitig bei der Verdauung blockieren und daraus Ama (Schlacken) entsteht. Dies äußert sich dann z.B. durch Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsstörungen.
 

Die wichtigsten Kombinationsregeln laut Ayurveda:

Obst: am besten immer alleine und als Zwischenmahlzeit essen. Besonders ungünstig ist die Kombi von Obst und stärkehaltigen Nahrungsmitteln oder Obst und Milchprodukte. Die Fruchtsäure vom Obst lässt das Milcheiweiß gerinnen. D.h. z.B. Müsli mit Obst und Milch ist eine ungünstige Kombi.

Milchprodukte: sollten immer separat gegessen werden. Milch gilt im Ayurveda als vollständiges Nahrungsmittel. Ungünstig sind Milch und andere tierische Eiweißprodukte, da sie eine unterschiedliche Wirkung haben und sich somit blockieren und für Ama (Schlacken) sorgen. Ebenso ungünstig ist Milch mit heißen Getränken (also im Kaffee oder Tee) oder mit stärkehaltigen Nahrungsmitteln (also Milch und Müsli).

Heiße und kalte Nahrungsmittel: sollten nicht zusammen gegessen oder getrunken werden. Z.B. löschen eisgekühlte Getränke das Agni. Auch zu schwer verdaulichen Nahrungsmitteln sollte man nichts kaltes Trinken.

Rohes und gekochtes: sollten nicht zusammen gegessen werden da sie eine unterschiedliche Verweildauer im Magen haben, also z.B. den Salat am besten mit etwas Abstand vor den warmen Speisen essen.
 
Wenn man an diese ungünstigen Kombinationen gewöhnt ist und ein starkes Agni hat, kann es sein dass keine Beschwerden auftreten. Meistens machen sich die Folgen ungünstiger Nahrungsmittelkombinationen erst längerfristig bemerkbar. Wenn du also ab und zu mal eine ungünstige Kombination auf dem Speiseplan hast, ist das in der Regel nicht schlimm. Sollte es aber täglich sein, kann es durchaus Folgen haben.
 

Hier nochmal ein kurzer Überblick, der wichtigsten ungünstigen Kombinationen:

– Obst und stärkehaltige Nahrungsmittel (Bsp. Brot, Kartoffeln, Mehlspeisen)
– Obst und Milch, Milchprodukte
– Milch und Fisch, Ei, Fleisch, saure Speisen, salzige Speisen
– Ei und Käse, andere Milchprodukte, Obst, Kartoffeln
– Ghee und Honig in gleichen Mengen
– heiße und kalte Speisen zusammen, auch nicht Rohkost und gekochte Nahrung zusammen
– Honig nicht über 40° C erhitzen

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