Migräne

Migräne

Was ist Migräne?

 
Migräne ist ein komplexes Krankheitsbild. Es handelt sich um eine Krankheit des zentralen Nervensystems. Man nimmt an, dass ca. 12 – 22% der Bevölkerung betroffen sind. Genaue Zahlen gibt es nicht, da schätzungsweise die Hälfte aller Migränepatienten still leidet ohne medizinische Hilfe. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit 3-mal höher an Migräne zu leiden als bei Männern. Die Attacken sind eng mit hormonellen Schwankungen verbunden. Die Krankheit wird durch eine abnormale Aktivität im Gehirn, meist als übermäßige Reizung der Nerven, verursacht.
 
Zu den Symptomen zählen:
 
– Extreme Kopfschmerzen (meist pulsierend, an einer Stelle -> oft an den Schläfen oder/und hinter einem Auge)
– Übelkeit/Erbrechen
– verschwommenes Sehen
– Licht- und Geräuschempfindsamkeit
– Geruchsempfindlichkeit
– Benommenheit
 
Migräneanfälle können bis zu 72 Stunden dauern und den Kranken außer Gefecht setzen. Die Häufigkeit der Attacken variiert von ein paar Mal im Jahr, monatlich, wöchentlich usw.

Migränepatienten können während einer Attacke nicht „normal“ funktionieren und können deshalb oft nicht arbeiten gehen.
 

Die 4 Phasen einer Migräneattacke

 
Migräneattacken treten meist in 4 Phasen auf. Wobei nicht jeder alle diese Phasen durchläuft.

Vorbotenphase: Vor der Attacke gibt es meist die Vorbotenphase, welche sich unterschiedlich äußert und zwischen 1 – 2 Tagen dauern kann. Es können Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Verspannungen usw. auftreten.

Auraphase: Bei einem von drei Migränepatienten geht der Attacke eine sogenannte Aura voraus, welche ein Symptom des Nervensystems ist und oft mit kribbeln, Lichtblitzen, Seh- und Sprechschwierigkeiten einher geht.

Attacke: Die eigentliche Attacke geht mit sehr starken Kopfschmerzen einher. Pulsierende, stechende einseitige Schmerzen mit evtl. Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit, verschwommenem Sehen, Benommenheit, Druck auf den Ohren/Ohrrauschen.

Rückbildungsphase: Diese Phase ist wie eine Katerstimmung und geht manchmal mit Stimmungs- und Gefühlsschwankungen einher. Meist fühlt man sich müde und benommen.
 

Die gängige medizinische Behandlung von Migräne

 
Da rezeptfreie normale Medikamente i.d.R. nicht bei Migräne helfen, bekommt man vom Arzt spezielle Präparate verschrieben. Dabei handelt es sich einerseits um Schmerzmittel, aber es können zusätzlich auch Medikamente zur Prophylaxe sein. Gerade die Prophylaxe-Medikamente sind dabei wegen ihrer Nebenwirkungen meist gefährlicher als die Schmerzmittel.
 

Mögliche Trigger für Migräne

 
Alkohol
Koffein
helles Licht
PC-Bildschirm
Wetterwechsel
Dehydrierung
starke/ungewohnte Gerüche
Schlafmangel
hormonelle Schwankungen
viel Stress
Nahrung
Mahlzeiten auslassen
usw.
usw.

Wer noch nicht weiß welche Trigger bei ihm die Migräneattacken auslösen, sollte auf alle Fälle ein Migränetagebuch führen. Ich habe mir selbst eine Tabelle erstellt, welche ich hierzu verwende.
 

Der ganzheitliche Ansatz, um Migräne zu lindern

 
Es ist wichtig den Körper als Ganzes zu betrachten. Die Schmerzen eines Migräneanfalls können zwar durch Medikamente verringert werden es sollten aber auch noch andere Punkte mit einbezogen werden: z.B. Trigger vermeiden, alternative Methoden, wie z.B. Yoga, Aromatherapie usw., auf unsere Ernährung und unseren Körper achten. Tara Spencer beschreibt in ihrem Buch „Das Kochbuch gegen Migräne“ einige dieser Möglichkeiten. Auch im Ayurveda spiegelt sich der ganzheitliche Ansatz wider.
 
Wichtige Rolle der Ernährung bei Migräne

Wie eng die Ernährung und Migräneattacken miteinander verbunden sind, weiß man schon seit einigen Jahren. Als wichtigste Grundlagen gelten auch hier: gesund, natürlich, keine industriell verarbeiteten Lebensmittel, keinen Zucker, viel frisches Obst und Gemüse, wenig Koffein, kein Alkohol, Vorsicht bei Milchprodukten. Tara Spencer beschreibt in ihrem Buch eine Diät und hat viele leckere Rezepte beschrieben. Ich denke wer an Migräne leidet, sollte sich das Buch genauer anschauen und durchaus mal die Rezepte ausprobieren.
 

Kopfschmerzen aus Sicht des Ayurveda

 
Auch im Ayurveda geht es darum den Ursachen des Schmerzes auf den Grund zu gehen. Anschließend wird eine individuelle ganzheitliche Therapie empfohlen. Natürlich werden auch die Art der Kopfschmerzen den Doshas zugeordnet. So wird Migräne vor allem dem Pitta Dosha zugeordnet, wobei natürlich auch die anderen Doshas mit eine Rolle spielen.

Im Ayurveda gibt es keine Pille gegen Migräne, die Behandlung findet wie bereits geschrieben individuell statt. Aber folgende Therapieansätze kommen dabei grundlegend zum Einsatz:

Ernährungstherapie: z.B. Nahrungsmittelauswahl, Zubereitung, Menge und Kombination usw.
Phytotherapie: Nahrungsergänzungsmittel
Lebensstiländerung: z.B. Atmung, Schlaf, Bewegung
Ausleitverfahren: Einläufe, Abführen usw.
Psychosomatische Therapie: z.B. erkennen was hinter den Anfällen steckt bspw. Stress, usw.
Externe Therapie: z.B. Massagen, Kopfbehandlungen usw.
 

Zum Thema Migräne habe ich einige Bücher gelesen, die Rezensionen dazu findest du hier: Migräne Bücher

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